20190125 0763Vom 1. bis  3. Februar wird in der Tennishalle Rurbenden im Kreis Düren wieder eines von vier Qualifikations-Turnieren des Europe Winter Cups für Junioren U14 ausgetragen. An jedem Turnier nehmen acht Teams teil, in Düren unter anderem auch Deutschland. Aus jeder Gruppe qualifizieren sich die beiden besten Teams für die Endrunde vom 15. bis 17. Februar in Veska/Tschechien. Vor dem Turnier in Kreis Düren unterhielt sich Michael Thoma mit Kuno Stirnberg, seit sieben Jahren Jugendwart des TV Mittelrhein.

Herr Stirnberg, zum zweiten Mal wird im TVM der Europe Winter Cup ausgetragen. Helfen Sie den Ortsunkundigen. Wie erreicht man die Tennishalle Rurbenden, ganz ohne Navi oder Internet?

Stirnberg: Sie ist ganz einfach zu finden. Zum Beispiel über die Autbahn A4 Abfahrt Düren, dann Richtung Jülich, zweite Straße rechts. Dann sind sie mitten in dem Industriegebiet, wo die Halle vor sieben Jahren gebaut wurde.

Was war damals ausschlaggebend sich fürdas Turnier zu bewerben? 

Stirnberg: Als Mitglied der Verbandsjugend-Kommission im DTB hörte ich immer den Vorwurf, dass in Deutschland kaum internationale Turniere fürJugendliche ausgetragen werden. Wir haben uns im TVM dann dazu durchgerungen. 

Was sprach für den Standort in der Nähe von Düren? 

Stirnberg: Durch den guten Kontakt zu dem Tennishallenbesitzer waren wir uns schnell über den Standort in Rurbenden einig. Mit dem Ergebnis im Vorjahr waren alle sehr zufrieden.

Die Halle entspricht allen inernationalen Standards?

Stirnberg: Auf jeden Fall. Vor zwei Jahren wurde die Halle um zwei Plätze erweitert. Neben den vier Teppichplätzen hat die Halle nun auch zwei Rebound Ace Plätze, auf denen international fast nur gespielt wird. Rurbenden ist inzwischen auch eine Außenstelle des TVM-Leistungsstützpunktes Köln.

Der TVM ist für dieses europäische Turnier federführend für die Turnierleitung verantwortlich?

Stirnberg: Ja, wir verstärken uns noch durch Mitarbeiter, die auch im Sommer beim Jüngstenturnier in Düren seit vielen Jahren tätig sind. Sie haben viel Erfahrung.

Jedes Team kommt mit drei Spielern und seinen Betreuern. Das heißt, es fällt für Sie im Vorfeld auch eine ganze Menge Arbeit an? Unterkunft, Verpflegung und und...

Stirnberg: Wir bringen die Teilnehmer und Betreuer relativ nah von der Halle in zwei Hotels unter. Shuttle-Busse bringen die Teilnehmer dann zu den Spielen. Da ist im Vorfeld viel Aufwand erforderlich und das alles kostet ja auch einiges.

Wer bezahlt das alles? 

Stirnberg: Der TVM teilt sich die Kosten mit dem DTB und dem Kreis Düren, der die Schirmherrschaft durch seinen Landrat Wolfgang Spelthan übernommen hat. Zusammen sind es, um eine Hausnummer zu nennen, so 15000 Euro. Wir werden natürlich auch durch zahlreiche Sponsoren unterstützt.

Zum Sportlichen: wie schätzen Sie die deutsche Mannschaft ein?

Stirnberg: Wir sind nach den Ranglistenplätzen wohl eine der besten in der Gruppe. Polen und die Ukraine sind nicht zu unterschätzen. Ich hoffe, dass das Team die Endrunde erreicht. 

Gehört zum deutschen Dreier-Team auch ein TVM-Spieler?

Stirnberg: Dieses Jahr leider nicht. Daniel Milardovic, der im letzten Jahr noch dabei war, ist zu alt. Er ist inzwischen 15 Jahre alt geworden.

Neben den Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften der Junioren, seit vielen Jahren auch als Jüngstenturnier ein Begriff, entpuppt sich der Kreis Düren zu einer echten Adresse in der internationalen Jugend-Tennisszene. Geht es in Rurbenden im nächsten Jahr mit der dritten Auflage des Europe Winter Cups weiter? 

Stirnberg: Wenn es nach mir geht auf jeden Fall Ja.  

Den Weg zur Halle werden die meisten dann schon kennen. Vielen Dank für das Gespräch.