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Als Andy im Mai in Rom seinen ersten ATP-Challenger Titel des Jahres im Doppel gewinnen konnte stand er noch auf Position 148 der ATP-Doppel-Weltrangliste. Seine Ziele für den Rest des Jahres waren allerdings damals schon klar und deutlich formuliert. Schritt für Schritt sollte es an der Seite seines festen Doppelpartners Kevin Krawietz und mit der Unterstützung seiner Familie und des TVM unter anderem in Richtung Top-100 und Teilnahmen an Grand-Slam Turnieren gehen. Zwei Monate, fünf Turniere, einen weiteren Titel und zwei spezielle Wochen auf dem heiligen Rasen von Wimbledon später konnten diese ambitionierten Ziele bereits teilweise erreicht werden.

Nach dem zweiten Titel des Jahres auf der roten Asche in Almaty (Kasachstan) ging es für die beiden nach England, um wichtige Spielpraxis auf dem ungewohnten Rasen zu sammeln. Bei einem der höchst dotierten Challenger Turniere in Ilkley ($127.000) erreichten sie direkt das Finale. Danach fuhren sie mit einem sehr guten Gefühl zur Qualifikation vom wohl wichtigsten Turnier des Tennissports. Das Abenteuer Wimbledon war für Andy eine Premiere, während sein Partner Kevin Krawietz bereits im letzten Jahr die Qualifikation überstehen und erste Grand-Slam Hauptfeldluft schnuppern durfte. Was nun folgte kann als größter Erfolg in der Karriere des Kölners eingestuft werden.

Ohne Satzverlust spielten sie sich in das Hauptfeld. Nach dem folgenden Sieg in der ersten Runde in vier Sätzen gegen zwei etablierte Top-100 Spieler konnten die Erwartungen nur noch übertroffen werden. In der zweiten Runde mussten sie gegen die zwei erfahrenen Top-30 Spieler Pablo Cuevas und Marcel Granollers antreten. Eine weitere Leistung im Bereich der Weltklasse war nötig und genau diese lieferten die beiden letztlich ab. Mit einem 6:3 6:4 7:6 zogen sie in das Achtelfinale von Wimbledon ein – schon jetzt ein toller Erfolg.

Dort wartete keine geringere Paarung als die mehrfachen Grand-Slam Sieger Mike Bryan und Jack Sock. Mit Respekt aber ohne jegliche Angst kämpften Mies und Krawietz um jeden Punkt. Jedoch schien das letzte Quäntchen Glück an diesem Tag nicht auf ihrer Seite zu sein. Nach zweimaligem Satzrückstand kämpften sie sich noch in den 5. Satz und erspielten sich beim Stand von 5:4 sogar noch zwei Matchbälle, aber unterlagen schließlich mit 2:6 7:6 4:6 7:6 5:7. Viel knapper geht es im Tennis nicht. Nichtsdestotrotz können die beiden sympathischen Profis mächtig stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein.

Andy blickt mit viel Wehmut und Zufriedenheit auf die vergangenen zwei Wochen zurück: „Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Es ist ein Kindheitstraum wahr geworden bei dem größten Turnier unseres Sports als Spieler dabei sein zu dürfen. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich und mit keinem anderen Turnier zu vergleichen. Vor allem in der zweiten Runde haben wir wohl unser bestes Tennis abgeliefert. Im Achtelfinale war es eine Achterbahnfahrt und wir bekamen dann in den entscheidenden Situationen die Erfahrung dieser beiden Weltklassespieler zu spüren. Obwohl wir mit einem weinenden und strahlenden Auge nach Hause fuhren, können wir sehr viel Positives aus diesen zwei Wochen mitnhemen.“

Mit dem bisher meisten Preisgeld der Karriere und 205 wichtigen ATP-Weltranglistenpunkten in der Tasche konnte nun die Heimreise angetreten werden. Genügend Motivation, Selbstvertrauen und natürlich unbezahlbare Erfahrung konnte ebenfalls getankt werden und stellt eine sehr gute Basis für die kommenden Herausforderungen des restlichen Jahres dar. Dabei nicht zu vergessen: Nach diesem tollen Erfolg wird Andy höchstwahrscheinlich zum ersten Mal in die Elite der besten 100 Doppelspieler aufsteigen. Damit wäre ein Ziel des Jahres 2018 bereits frühzeitig erreicht. 

Nun stehen erst einmal Training im TVM-Leistungszentrum in Chorweiler bei Verbandstrainer Alex Flock und die Pflichten in der Bundesliga auf dem Plan bevor es danach in Richtung ATP-Turniere geht. 

Gratulation an Andy und Kevin und wir wünschen weiterhin viel Erfolg für die Zukunft.

 

Text: Yannick Born 

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