MSC Damen

Mit acht neuen Spielerinnen aus sieben Nationen startet das Marienburger Team in die diesjährige Zweitligasaison. "Wir mussten handeln," erläutert Tennis Vorstand Michael Münker die neue Situation. "Unsere beiden Tschechinnen haben aufgehört mit dem Tennisspielen, außerdem haben einige den Verein verlassen. Ich hätte mir sicher auch ein wenig mehr Kontinuität gewünscht." Nachschub war demnach erforderlich.

Kontakte

Dank der vielfältigen Kontakte vom Mannschaftsbetreuer Yannick Schramm in der Szene konnten die Lücken geschlossen werden. "Yannick kommt viel auf Turnieren rum. Er schlägt die Spielerinnen vor. Wir besprechen dann gemeinsam, ob sie zum Team passen," erläutert Michael Münker den Prozess. Vorstand und Trainer sind sich darin einig, dass die Spielerinnen zueinander passen müssen. Harmonie ist das Zauberwort,

Harmonie

Auch im Vorjahr war der Teamspirit mit ausschlaggebend für den von vielen nicht erwarteten 2. Platz der Aufsteigerinnen in der Endabrechnung. Im letztjährigen Premierenjahr haben sie alle schon mal ein Gefühl dafür entwickelt, was in der Liga möglich ist. Übermütig wollen sie trotzdem nicht werden. "Wir wollen in der Klasse bleiben, wenns klappt auch oben mitspielen," sind sich Münker und Schramm einig. Wenn zuguterletzt mehr drin sein sollte, dann würde man sich nicht verweigern. Aber daran verschwendet man aktuell keine Gedanken.

Auftakt

Gleich zum Auftakt empfängt das Team sozusagen als Bewährungsprobe den Favoriten aus Essen Bredeney. "Dann kann man schon absehen, wo unser neues Team stehen wird," spricht Yannick Schramm seinen Schützlingen aber nur eine Außenseiterrolle zu.

Die Saison wird der MSC am 10. Juni mit dem Auswärtsspiel bei Blau-Weiss Berlin beenden. Für die anderen Teams steht dann noch ein weiteres Spiel auf dem Programm. Bis Anfang Juni dürfte für den MSC dann schon klar sein, ob die nötigen Punkte für ein weiteres Jahr 2. Liga unter Dach und Fach sind oder ob möglicherweise mehr drin ist.

Bereits am 2. Spieltag muss der Vizemeister des Vorjahrs zum Lokalderby nach Leverkusen reisen. Ohne überheblich zu sein, trauen wir uns beim Nachrücker einen Sieg zu," blickt Yannick Schramm optimistisch auf das TVM-Derby. Bei den nächsten Gegnern. dem Großflottbeker THGC (21.5.18), und beim Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Berlin (8.6.18), hoffen die Marienburgerinnen ebenfalls auf Punkte.

Mischung

Auch wenn die deutschen Spielerinnen in der unteren Hälfte der Kadermeldung angesiedelt sind, sollen sie im internationmal aufgestellten Team doch ihre Einsätze erhalten. Das betrifft auch Lisa Ponomar und Julia Rennert, die bereits Bundesligaerfahrung beim TC Moers sammeln konnte. Beide sind neu im Club. Katharina Hering (s. Kurzporträt), die bereits seit einigen Jahren die MSC Farben trägt und auch an den beiden letzten Austiegen der Mannschaft beteiligt war, sowie die lange verletzte Paula Kania sollen ihren Teil zum vorrangigen Ziel Klassenerhalt beisteuern. Die Mannschaft wird, so ihre Macher Michael Münker und Yannick Schramm, immer eine gesunde Mischung aus jung und alt verkörpern.

 

Katharina Hering

Aufstiegserfahren

K.Hering

Als Nummer 10 in der Kadermeldung wird sie auf jeden Fall auch Bundesligaeinsätze bestreiten."Das wurde mir vertraglich zugesichert," freut sich die 23 Jährige, auf die bevorstehende Saison in der 2. Bundesliga. Sie spielt bereits seit einigen Jahren beim MSC, wo sie von Yannick Schramm, der auch das Damen Team betreut, trainiert und zu den Turniereinsätzen begleitet wird. Katharina ist eng mit dem MSC verknüpft.

 

Neue Erfahrung

Gerne erinnert sie sich an die Highlights beim MSC. Ich war an beiden Aufstiegen sowohl in die Regionalliga als auch in die 2. Bundesliga beteiligt." Für sie persönlich waren sie was ganz besonderes. "Ich bin bisher in meinen früheren Verein noch nie aufgestiegen," musste sie lächelnd eingestehen. Dabei spielt sie bereits seit ihrem 5.Lebensjahr Tennis. In der Nähe von Soest aufgewachsen begann alles beim Skiclub Werl. Später wurde sie im Westfälischen Leistungszentrum in Kamen ausgebildet und gefördert.

Umzug

Nach dem Abitur wechselte sie in in den TVM, an die Akademie zu Robert Orlik nach Kerpen. Vor Ort hat sie inzwischen auch eine Wohnung bezogen, um noch näher dran zu sein. Vorher lebte sie noch bei den Eltern im etwas weiter entfernten Wickede. Der Leidenschaft für Tennis wurde alles untergeordnet. Sie wollte sich nur noch auf Tennis konzentrieren, ausloten, ob die Profikarriere das richtige für sie sei. Aktuell steht sie noch auf einem Platz um die Nr. 700 auf der Weltrangliste.

Pläne

Der nächste Sprung soll in die Top 500 gelingen. "Das traue ich mir schon zu," sieht die Nummer 38 der Deutschen Rangliste noch Potential nach oben. Wenn es nicht klappen sollte, will sie aber irgendwie mit Tennis verbunden bleiben. Daran verschwendet sie derzeit aber noch keine Gedanken. Die Konzentration gilt jetzt der 2.Bundesliga. In der Mannschaft, die durch zahlreiche ausländische Spielerinnen verstärkt wurde, fühlt sie sich wohl. "Ich kenn die meisten von Turnieren." Nach dem Vizetitel im Vorjahr hält sie die Stimmung im Team für gut. Vielleicht gelingt Kartharina beim MSC ja möglichweise der 3. Aufstieg.

 

Text: Michael Thoma

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