WME Steinhoefel

Der gebürtige Berliner prägte von 1986 - 1991 als Trainer und sportlicher Leiter maßgeblich das Herren Bundesligateam des RTHC Bayer Leverkusen. Als Spieler war er zuvor bei BW Neuss mit der Mannschaft mehrfacher Deutscher Meister. Nach seiner Zeit in Leverkusen wurde er mit den Neussern als Trainer noch zwei Mal Deutscher Bundesligameister. Steinhöfel (60) arbeitet bei der Bayer Tochter Currenta in der Werbung und Kommunikation. Mit seiner Frau und den beiden Söhnen lebt er in Neuss.

Herr Steinhöfel, Sie sind als "Mister Bundesliga" in die Tennisgeschichte eingegangen. Was hat es damit auf sich?

Es war die Saison 1983, als ich in der Bundesliga mit Neuss alle meine 12 Einzel gewonnen habe. Wir sind damals auch zum ersten Mal Deutscher Meister geworden.

Sie erinnern sich sicher noch an Ihre Mitspieler?

Klar, wir hatten eine starke Truppe u.a. mit Uli Pinner, Wolfgang Popp oder Andreas Maurer. Anschließend gewannen wir ja noch zwei Mal den Bundesligatitel.

Sie sind 1986 nach Leverkusen zum RTHC gewechselt. Wie kam es?

Peter Scholl, der damals viele Jahre sportlicher Leiter und Trainer beim RTHC war, hat mich gefragt, ob ich sein Nachfolger werden will. Ich fand das Angebot prickelnd und hab dann zugesagt.

Es folgten fünf Jahre beim RTHC, wo Sie namhafte TVM-Größen unter ihren Fittichen hatten.

Jan Gunnarsson, Christian Jessel, Alexander Mronz, Frank Schäfer oder Markus Gau spielten damals in der Bundesliga. Sie waren in ihrer Zeit ja die Spitzenspieler im Verband.

An was erinnern Sie sich spontan während Ihrer Zeit beim RTHC?

Das gab es einiges, aber spontan erinnere ich mich an eine Endrundenbegnung um die Deutsche Meisterschaft, als wir auf der eigenen Anlage gegen Iphitos München antraten. Damals waren 4000 Zuschauer auf der Anlage. Da herrschte eine wahnsinnige Stimmung, die man nicht so schnell vergisst.

Nach der Zeit in Leverkusen ging`s wieder zurück nach Neuss?

Ich brauchte einen Tapetenwechsel. Außerdem hatte mich damals Elu Hansmann, der leider vor kurzer Zeit gestorben ist, gefragt, ob ich wieder bei Blau-Weiss einsteigen möchte. Elu Hansmann war ja der Förderer, Sponsor und Mäzen in einer Person, der wie kein anderer die sportliche Geschicke des Clubs geprägt hat.

Sie waren dann Trainer der Bundesligamannschaft und haben noch zwei mal den Meistertitel gewonnen. Anschließend blieben sie dem Verein verbunden.

Ich bin seit vier Jahren 2. Vorsitzender des Vereins. Ich hielt es einfach für angebracht, dem Verein etwas zurückzugeben -auch ehrenamtlich. Ich hab ihm so viel zu verdanken.

Wie sieht`s bei Ihnen heute sportlich aus?

Ich bin noch in der Regionalligamannschaft Herren 60 gemeldet. Aber ich spiele nicht mehr mit. Auf dem Platz messe ich mich zur Zeit mehr mit meinen Söhnen.

Mit den Herren ist Blau-Weiss wieder in die Bundesliga aufgestiegen. Welchen Stellenwert hat die Liga für Sie und den Verein?

Die Liga ist immer noch das Aushängeschild. Wir haben mehr als 30 Jahre in der höchsten Liga gespielt, das ist auch heute noch eine einzigartige Herausforderung.

Gibt es Überlegungen auch mal wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen?

Das ist schwierig. Da können wir auch finanziell nicht mithalten. Wir wollen eine solide Saison spielen.

Sie haben Jahrzehnte den Tennissport in Deutschland verfolgt. Wie fällt ihr Fazit aus.

Ich denke die Entwicklung zeigt nach oben. Das hängt auch mit den Erfolgen von Sascha Zverev, Angelique Kerber oder Julia Görges zusammen. Gut finde ich auch, dass sich Boris Becker wieder mehr im Herren Tennis einbringt. Barbara Rittner machte das ja schon viele Jahre. Ich denke, die Talsohle ist überwunden. Das kann man meines Erachtens auch in den ansteigenden Mitgliederzahlen der Clubs erkennen.

Interview Michael Thoma

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