20171119 0124

Die amtierende TVM-Verbandsmeisterin im Winter Lisa-Marie Hellweg stellt sich vor. Die Spielerin vom TC Rot-Weiss Troisdorf blickt auf ihren überraschenden Siegeszug im Jahr 2017 zurück, freut sich auf neue Aufgaben neben dem Platz und ist gespannt was 2018 für sie noch bereithält. 

Besser konnte das Jahr 2017 sportlich für Lisa-.Marie Hellweg (RW Troisdorf) nicht enden. Der Titel bei den TVM-Meisterschaften in der Halle war bislang ihr größter Erfolg. Der Finalsieg gegen die an Nummer 3 gesetzte Emmeline Polevoi (RTHC Leverkusen) kam für Lisa aber auch etwas überraschend. "Ich hatte nicht damit gerechnet," erinnert sie sich auch an die letzten Jahre, als sie jeweils in der 1. Runde ausschied. Entsprechend motiviert trat sie dieses Mal auf. Es hat gepasst. Danach war Pause angesagt. Die Gesundheit hatte Vorrang. Im Dezember ließ sich die 20-Jährige, die in Waldbröhl geboren ist, das Überbein an der Ferse operativ entfernen. Nun hofft sie auf ein schmerzfreies und erfolgreiches 2018. 

Seitenwechsel

Anfang Januar wollte sie wieder durchstarten, nicht nur auf dem Tennisplatz. Beruflich wechselt sie von der Kreissparkasse an die Sporthochschule. "Die kaufmännische Ausbildung zur Bankkauffrau hat mir gut getan. Ich wurde auch bereits übernommen, hab dann aber gekündigt," erzählt sie von ihrem Neustart. "Die Büroarbeit ist nichts für mich. Ich muss mich bewegen können," bringt sie es auf den Punkt. "Sport und Leistung" heißt ihre Fachrichtung an der Sporthochschule. "Ich will später mal mit Leistungssportlern arbeiten, vielleicht auch in die Forschung gehen," geht sie ihre neue Aufgabe mit viel Elan an.

Dem sicheren Arbeitsplatz in der Bank trauert sie nicht nach. Auch ihre Eltern waren nach anfänglicher Skepsis einverstanden. "Die haben schon gemerkt, dass ichals Bankkauffrau letztendlich nicht zufrieden werden würde."

Umzug

Die Ausbildung nach dem Abitur hatte sie bewusst gewählt: "Ich wollte zunächst mein eigenes Geld verdienen, studieren war damals noch nicht mein Ding." Viele haben das damals gar nicht verstanden. Mit der Abi-Note von 1,4 standen einige Türen weit auf. Sie vertraute jedoch ihrem Bauchgefühl, ihren Fähigkeiten und Talenten. In der Schule musste sie nach eigenen Aussagen nicht viel machen. "Das ist mir alles zugeflogen," erinnert sie sich, ohne überheblich zu wirken, an die bilinguale Ausbildung an ihrem Gymnasium.

Jetzt steht der Umzug aus dem Elternhaus in Waldbröl ins benachbarte Köln an. In Zollstock hat sie eine kleine aber feine Wohnung. Die erste eigene Bude. Wenn die Operation nach Plan verläuft möchte sie Ende Januar noch mal in die Berge nach Südtirol Skifahren. "Das ist neben Tennis meine zweite große sportliche Leidenschaft."

Empfehlung

Zurück nach Waldbröhl, wo vor gut 15 Jahren die ersten Weichen für ihre sportlichen Leidenschaften gestellt wurden. Daran erinnert sie sich heute noch mit einem großen Schmunzeln im Gesicht. Bei einer routinemäßigen Untersuchung beim Kinderarzt, empfahl der Herr Doktor den Eltern die kleine Lisa motorisch zu fördern. "Er meinte, ich würde wie ein Elefant hüpfen," erinnert sich Lisa noch ganz gut an die Empfehlungen des Arztes. "Ich hatte damals einfach keine Lust zu hüpfen," erklärt Lisa heute ihr Hüpfbedürfnis von damals. Sie hatte damals schon ihren Dickkopf. Aber ihre Eltern nahmen den ärztlichenRat an und meldeten die Tochter bei einem Motoriktreff an, der vom Tennisclub in einer Mehrzweckhalle angeboten wurde. Und siehe da: auf einmal machte Lisa das Hüpfen und Springen richtig Spaß.Der Vergleich mit dem Elefantenwar schnell vergessen, ganz einfach weil sie es wollte und es auch Spaß machte. Der Weg zum Tennis war geebnet.

Gemeinsam mit ihr fanden auch ihre Eltern wieder den Weg zum Tennisspielen. Sie hatten es schon mal ausprobiert und frischten nun ihr Können wieder auf. Später griff auch die jüngere Schwester Laura (12) zum Schläger. Inzwischen hatte Lisa bereits die Rolle der Trainerinübernommen.

Sie selbst schaffte als Jugendliche  bei Rot-Weiss Troisdorf schnell den Sprung ins Damen Team. "Wir sind zwei Mal in die Oberliga auf und dann auch wieder abgestiegen," peilt sie mir ihren Mitspielerinnen wieder den Aufstieg an.

Anspruch

Der Erfolg bei den TVM-Meisterschaften hat ihr gut getan. "Ich will jetzt natürlich dranbleiben, hab einfach Bock auf mehr", kommentiert sie ihren Ehrgeiz. "Während des Studiums werde ich sicher auch mehr Zeit zum Training haben als zuletzt," freut sie sich schon auf die Mehr-Arbeit mit ihrem Coach Mike Doehring. "Wir kommen gut miteinander aus, Er kann super erkären und mich motivieren, wenn ich mir selbst mal wieder zu viel Stress mache." Klar ist sich Lisa aber darüber, dass sie keineswegs eine Profilaufbahn einschlagen wird. "Ich will möglichst viel erreichen, mich auch auspowern. Aber mich interessiert darüber hinaus auch das ganze Drum und dran am Leistungssport. Und dazu gehört für sie auch der große Bereich der Ernährung. Praxiserfahrung hat sie bereits. "Kochen ist neben dem Sport mein größtes Hobby", verrät sie wenige Tage, bevor sie zuhause das Weihnachtsmenu vorbereitet. Seit vier Jahren ist sie dafür in der Familie zuständig. "Das mache ich wahnsinnig gerne." Zuletzt überraschte sie die Familie mit einem Drei-Gänge-Menu mit dem Hauptgericht Weihnachtsburger. Die Belohnung für ein erfolgreiches 2017.

 

Michael Thoma

Kurzmeldungen

TVM-Spielberichtsblöcke
Bestellformular hier

 


Datenschutz schmalNeue EU-Datenschutzverordnung
gültig ab 25.05.2018
weitere Infos für Sportvereine hier

 


btn online buchen 120x120pxOnline-Buchungen in der TVM-Halle ab sofort zu freien Zeiten möglich.

 


GWOGERRY WEBER OPEN 2018
Rabatt für TVM-Vereine hier

 


Aktuelles vom TVM gibt's noch viel schneller und für unterwegs auf Facebook. Folgt uns!

tvm zeitschrift emag

Facebook

TVM-Newsletter

Bleiben Sie immer am Ball und abonnieren Sie unseren TVM-Newsletter!
captcha 
Sie können den Newsletter jederzeit mit einem Klick abbestellen.

Anfahrt

Tennisverband Mittelrhein e.V. - Merianstr. 2-4 - 50769 Köln