TVM Bayer Herren30Die Herren 30 des RTHC Bayer Leverkusen werden auch in der kommenden Saison den Tennisverband Mittelrhein in der Bundesliga vertreten. In diesem Jahr belegten sie einen achtbaren 4. Platz in der Abschlusstabelle. "Wir sind the best of the rest", bringt es Mannschaftskapitän Christian Meier auf den Punkt.

Das beste Team kam auch dieses Jahr wieder aus Ratingen, die sich den Titel sicherten. Auf Platz 2 schob sich der starke Aufsteiger TV Espelkamp-Mittwald, dicht gefolgt von Raadt-Mühlheim. "An denen ist kein Vorbeikommen. Die sind einfach zu stark", sagt der RTHC-Kapitän. Mit der eigenen Platzierung sind sie deshalb "super zufrieden". Immerhin ließen sie die restlichen Teams Wilhelmshaven (5.), Wanne -Eickel (6.) und Ahrensburg (7.) hinter sich. Die beiden letzten steigen ab.

Mit dem Abschneiden seiner 30er-Jungs war auch Hans-Günter Ludwig, der Tennis-Chef des Clubs, zufrieden. "Die Jungs haben das clever gemacht. Ihr Konzept nicht abzusteigen, ging auf", sagt er im Gespräch. "Wir haben zum Auftakt Wanne-Eickel gleich mit 7:2 geschlagen, das waren schon wichtige Punkte für den Klassenerhalt und gut fürs Selbstvertrauen" so Meier. Danach zogen sie gegen Raadt-Mühlheim und Espelkamp wie erwartet mit 3:6 und 2:7 den Kürzeren. Als es gegen Ahrensburg darauf ankam, war die Truppe da. Nach dem 6:3 Sieg war der Klassenerhalt greifbar.

Alles lief nach Plan

Einkalkuliert war am vorletzten Spieltag auch die 3:6-Niederlage gegen Ratingen. Danach galt die ganze Konzentration dem letzten Spiel gegen Wilhelmshaven. "Im Prinzip konnte selbst bei einer Niederlage nichts mehr schief gehen", beschreibt Meier die Punktekonstellation vor dem Saisonfinale. "Ratingen hätte gegen Wanne-Eickel schon verlieren müssen, deshalb konnten wir enspannt in unser letztes Spiel gehen." Ratingen gewann 7:2 und Leverkusen 5:4 gegen Wilhelmshaven. Damit war klar: der RTHC bleibt drin.

Ihre Rolle "The best of the rest" wollen sie auch im nächsten Jahr festigen und Erstligist bleiben. "Wir setzen weiter auf unser Konzept, ehemalige Spieler der ersten Mannschaft bei uns einzubauen", sagt der Tennis-Chef Ludwig. Auch die finanzielle Konstruktion für die Herren 30 soll unangetastet bleiben. "Der Verein unterstützt die Mannschaft, in dem er für die Organisationskosten der Bundesliga aufkommt" erklärt Ludwig das Konzept. "Die Spieler erhalten vom Verein kein Geld. Wenn ein ausländischer Topspieler zum Einsatz kommt, wird er von allen aus der eigenen Tasche bezahlt." Das funktioniert, weil alle Spieler untereinander auch befreundet sind. Sie wollen gemeinsam Bundesliga spielen, nur nicht absteigen. "Die Spieler, die früher schon mal beim RTHC gespielt haben wollen mit ihrem Herren-30-Engagement dem Club auch was zurückgeben", so der Tennis-Chef.

Bella Italia

Für 2018, sagt der Kapitän Meier, sei die ein oder andere Verstärkung durchaus möglich. Vielleicht helfen dabei die guten Kontakte der italienischen Mitspieler. Alessio Di Mauro, Franceso Aldi, Frederico Torresi und Giancarlo Petrazzuolo gefällt es seit Jahren im RTHC -Team. Sie helfen nicht nur gegen Bezahlung. Italienisch wird sich die Mannschaft auch vor der kommenden Saison wieder vorbereiten. Dann geht's über die Alpen gen Süden nach Palermo, wo in der Akademie von Roberta Vinci die Voraussetzungen für den Verbleib in der höchsten Liga geschaffen werden sollen. Das Ziel bleibt: "the best of the rest" oder wie die Italiener sagen "il miglore del resto".

Text: Michael Thoma